Beratungen finden zunehmend virtuell statt, auch meine Studien- und Berufsberatung. Die Vorteile liegen bei Nicht-Hamburgern auf der Hand: Kein Aufwand, d.h. keine Anfahrtszeit, keine Hotel- und Reisekosten (und die CO2-Bilanz wird verbessert). Das heißt aber auch: Kein verlängertes Wochenende in Hamburg, kein Musical-Besuch, kein Pöttegucken an der Elbe, kein Sightseeing und Hamburger Luft schnuppern.

Selbstverständlich biete ich auch weiterhin das persönliche Präsenz-Coaching in meinen Räumen in Hamburg an, das viele auswärtige Klienten gern am Samstag wahrnehmen, um Freitag und Sonntag die Stadt Hamburg zu genießen.

Was heißt Coaching via Skype für die Begegnung und Beziehung?

Ändert sich etwas, wenn sich die Beteiligten nicht mehr gegenüber, sondern an unterschiedlichen Orten sitzend über einen Bildschirm wahrnehmen? Und Verhalten eingeschränkt wird, was Blick, Gestik, Mimik und Körperhaltung angeht?

Ja, die Rahmenbedingungen verändern sich. Es entsteht eine ungewöhnliche optische Nähe und Präsenz und man ist gezwungen, sich in seinen Ausdrucksmöglichkeiten auf das gesprochene Wort und die Mimik zu fokussieren. Aber natürlich bleibt auch bei Face-to-Face via Skype die persönliche Kommunikation – eben nur aus der Ferne, denn beide Gesprächspartner sind visuell und auditiv verbunden. Sie sitzen sich gegenüber und Gesichtsausdruck, Körperhaltung, aber auch Emotionen können direkt in den Austausch fließen. Menschen, die diese Technologie nutzen, sagen häufig, dass die Gespräche und Meetings konzentrierter, mehr-auf-den-Punkt, disziplinierter und damit (auch zeitlich) effektiver sind.

Vor diesem Hintergrund, aber auch der aktuellen Situation geschuldet, biete ich meine Studien- und Berufsberatung auch face-to-face via Skype an. Natürlich ist es weder meinem Coachee noch mir zuzumuten, von 10:00 bis 17:30 zu skypen (also analog meinem Präsenz-Coaching). Daher habe ich einen Ablauf von drei bzw. vier Sessions entwickelt, den ich Ihnen nachfolgend skizziere. Die drei Termine mit meinem Coachee sollten möglichst an drei aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden.


Vor dem ersten Gespräch, der 1. Session, übersende ich meinem Coachee auf dem Postweg beide Testverfahren. Für die Bearbeitung benötigt man eineinhalb bis zwei Stunden.

Den Persönlichkeitstest „NEO-PI-R“ gibt es zwar auch als Online-Version, die ca. 40 Seiten umfassende Auswertung ist aufgrund vieler statistischer Erläuterungen etc. derart komplex und verwirrend, dass ich mich entschieden habe, weiterhin die Paper-Pencil-Version zu benutzen. Das Profilblatt (Ergebnisblatt) in Papierform ist absolut übersichtlich, ebenso die Interpretation – beides schicke ich als Scan nach unserer ersten Session per E-Mail zu. Ebenso das Profilblatt und die Interpretation des Tests „IEA – Arbeitsmotive“, den es nur als Paper-Pencil-Version gibt.

Um mich vorab schon konkret auf meinen Coachee einstimmen zu können, maile ich meinem Coachee nach Vereinbarung der Termine einen Fragebogen zu mit der Bitte, mir kurz den schulischen Werdegang, Schulnoten, außerschulische Aktivitäten, etc. mitzuteilen.

Darüber hinaus erhält mein Coachee mit der Zusendung des Fragebogens:

  1. eine detaillierte Aufstellung aller Studiengänge und Richtungen
  2. detaillierte Informationen zum dualen Studium und möglichen Studiengängen
  3. eine Zusammenfassung aller dualen Ausbildungen (unterteilt in die verschiedenen Richtungen wie z. B. kaufmännisch, technisch, handwerklich, IT, Gesundheit, etc.)
  4. eine Übersicht mit Detailinformationen zu allen Funktionsbereichen in Wirtschaftsunternehmen (Einkauf, Logistik, Marketing, Vertrieb, Entwicklung, Personal, etc.)

Erste Session (ca. 2 Stunden) – allein mit meinem Coachee

Mich interessiert, wie mein Coachee zu der Persönlichkeit wurde, die er heute ist. Ich starte daher mit einem biographischen Interview und führe mit meinen (Nach)Fragen durch die Lebensgeschichte, denn es ist wichtig zu wissen, wie das bisherige Leben verlaufen ist (weitere Informationen dazu stehen auf meiner Website „Zweiter Schritt: Der große Tag).

Darüber hinaus interessiert mich natürlich auch, welche besonderen Herausforderungen gemeistert wurden, welche Erfolge es gab, was vielleicht auch daneben ging, welche Wünsche und Erwartungen es an die Zukunft gibt, wie das berufliche Leben gestaltet sein sollte, was man in 20 Jahren erreicht haben und wie man in der Gesellschaft gesehen werden möchte, etc. In diesem Prozess sehe ich meinen Coachee als einen Partner, der aktiv daran mitarbeitet, dass ein möglichst facettenreiches Bild seiner Persönlichkeit entsteht.

Am Ende dieser ersten Session gebe ich meinem Coachee vorab ein paar Informationen zu den Ergebnissen des Persönlichkeitstests und maile erst jetzt die Testergebnisse und Interpretationen zu.


Zweite Session (ca. 2 Stunden) – allein mit meinem Coachee

In diesem Teil steht das Feedback im Vordergrund. Ich gebe meine Eindrücke und Beobachtungen wieder, erläutere, wie ich die Persönlichkeit meines Coachees wahrgenommen habe und gehe detailliert auf die Testergebnisse ein.

Auf dieser Basis kann ich nun gemeinsam mit meinem Coachee Perspektiven für die berufliche Zukunft entwickeln. Das heißt, wir lassen die Erkenntnisse sacken, resümieren, was wir bislang herausgearbeitet haben und schauen nach vorn in die berufliche Zukunft. Dabei fungiere ich als Lotse und biete konkrete Orientierung durch den Dschungel der Studiengänge und die Welt der Wirtschaft. In meine Überlegungen fließt natürlich auch ein, was möglich und machbar ist (z. B. NC).

Es entstehen verschiedene Zukunftsszenarien, aus denen sich ein Plan A, manchmal auch Plan B und – sehr selten – auch ein Plan C ergibt. Diese Szenarien gilt es nun sacken zu lassen.


Dritte Session (1 Stunde) –  allein mit meinem Coachee

Dieser dritte und letzte Teil ist der Reflexion gewidmet. Wie fühlt sich das Ergebnis an? Was sagt der Bauch? Was sagt der Kopf? Hat die Nacht des Darüberschlafens Plan A bestätigt oder sind Zweifel aufgekommen?

In 95% meiner Studien- und Berufsberatungen war es möglich, einen Plan zu entwickeln, mit dem sich mein Coachee voll identifizieren konnte und mit dem er sehr zufrieden war. Dieser Plan beinhaltet auch Überlegungen, wie es nach dem Abitur konkret weitergehen soll. Start des Studiums bereits im Wintersemester? Oder erst ein Gap-Year? Wenn ja, was sollte dieses Jahr beinhalten? Was ist das Ziel?


Vierte Session (ca. 1 Stunde) – abschließendes Telefonat mit den Eltern bzw. einem Elternteil

In diesem Abschluss- und Feedback-Gespräch erläutere ich den Eltern bzw. einem Elternteil, wie ich ihren Sohn oder ihre Tochter wahrgenommen habe, was die Stärken, Fähigkeiten, Interessen, aber auch Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen an das Leben und die berufliche Zukunft sind. Sehr aufschlussreich sind darüber hinaus die Ergebnisse aus beiden Persönlichkeitstests, die das Bild komplett abrunden und die ich detailliert darstelle.

Anschließend fasse ich zusammen, „wohin die Reise gehen könnte“, d. h. in welche Richtung die berufliche Vorstellung geht und welcher Studiengang in Frage käme.

Die Zeitangaben der einzelnen Sessions stellen eine Orientierung dar. Ich breche keine Sitzung ab, wenn es noch Klärungsbedarf gibt.

Mein Festhonorar beträgt 800,– € plus MwSt.