Als Au-pair in die Welt hinaus

young woman waving handAu-pair ist ein Gegengeschäft: Sie arbeiten in einer Gastfamilie und helfen bei allem, was anfällt. Ihre Gastgeber wiederum stellen Ihnen ein Zimmer, Verpflegung und je nach Absprache Annehmlichkeiten wie zum Beispiel ein Auto zur Verfügung. Taschengeld gibt es auch. Was Sie alles wissen sollten, bevor Sie sich für oder gegen das Au-pair-Modell entscheiden, erfahren Sie in meiner Karriereberatung. Eine erste Orientierung gebe ich Ihnen hier:

Die Vorteile liegen auf der Hand. Anders als beim Work & Travel setzen Sie sich sozusagen ins gemachte Nest. Die Suche nach Job und Unterkunft entfällt, und Sie können sich ganz darauf konzentrieren, sich möglichst schnell in Ihre Gastfamilie einzuleben. Ein weiterer Pluspunkt: Während Work&Travel-Reisende sich oft unter ihresgleichen bewegen, haben Sie als Au-pair täglich engen Kontakt mit Muttersprachlern. So finden Sie sich besonders zügig in die Fremdsprache hinein und lernen den Alltag in einer einheimischen Familie kennen.

 

Kinder betreuen, leichte Aufgaben im Haushalt

Ihre Aufgabe als Au-pair ist in der Regel, sich vor allem um die Kinder der Familie zu kümmern. Vorausgesetzt wird also zunächst einmal, dass Sie Kinder generell mögen und am besten auch Erfahrung im Babysitten mitbringen. Wenn Sie noch nicht viel mit ganz kleinen Kindern zu tun hatten, achten Sie bei der Auswahl Ihrer Familie am besten darauf, dass der Nachwuchs schon ein bisschen älter ist. Über die Kinderbetreuung hinaus wird meist auch erwartet, dass der oder die Au-pair im Haushalt mithilft, zum Beispiel für die Kinder kocht, aufräumt oder die Wäsche macht.

Arbeiten als Au-pair ist noch immer eine Frauen-Domäne, dabei aber durchaus auch für junge Männer geeignet. Es gibt sogar Gastfamilien, die sich ausdrücklich einen männlichen Au-pair wünschen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn mehrere halbwüchsige Jungen in der Familie zu bändigen sind. Insofern sollten Sie sich als Mann nicht von dem Label „Au-pair“ abschrecken lassen. Wenn Sie an dem Modell interessiert sind, sprechen wir bei meinem Karrierecoaching darüber, welche Optionen Sie haben und welche Agenturen sich in der Vermittlung von Jungen engagieren.

Au-pair wird man am besten mithilfe einer Agentur

Apropos Agenturen: Das Angebot ist groß, die Vielfalt in der Qualität ebenso. Wenden Sie sich also nicht nur an eine einzige Agentur, sondern lassen Sie sich immer von mehreren Anbietern Gastfamilien vorschlagen. Und berücksichtigen Sie dabei stets, wie andere Au-pairs eine Agentur online bewertet haben.

Auch einen Blick wert ist das Online-Portal des Bundesverbandes Au-pair Society e. V.: Dort gibt es unter anderem Tipps, welche Agenturen geprüft und für OK befunden wurden (www.au-pair-society.org).

Die Gütegemeinschaft Au-pair hat eine Liste mit zertifizierten Agenturen zusammengestellt (http://www.guetegemeinschaft-aupair.de/wai1/showcontent.asp?ThemaID=32).

Wenn Sie in den USA wollen, gehen Sie auf die Website von (www.culturalcare.de).

Darüber hinaus gibt es eine vielleicht noch interessantere Variante des Auslandsaufenthalts als Au-pair: die Arbeit als Demi-pair (frz. demi = halb). Dabei besuchen Sie während der einen Hälfte des Tages eine Sprachschule und sind den anderen halben Tag in der Familie beschäftigt. Das bringt Sie in puncto Sprachkenntnisse noch einmal deutlich schneller voran.