4. Oktober 2017: Numerus clausus vor dem Bundesverfassungsgericht

Am 4. Oktober entscheiden die Karlsruher Richter darüber, wie zukünftig Abiturienten an ihr (Wunsch)Studium kommen – oder auch nicht. Dieser Tag könnte nun das gesamte System der Studienplatzvergabe verändern und zwar nicht nur für das Studium der Medizin (geklagt haben zwei Studienplatzbewerber, die wegen ihrer Noten für ein Medizinstudium abgelehnt wurden).

Angerufen wurden das Bundesverfassungsgericht vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Die Gelsenkirchener Richter bezweifeln, dass der NC mit dem Grundgesetz vereinbar sei und sehen in der Betonung der Abiturnote den Grundsatz der Gleichheit nicht erfüllt.

Ist beispielsweise das Recht auf freie Berufswahl noch gegeben? Und wie steht’s um die Gleichheit, wenn so viele Studienplatzbewerber aufgrund ihrer Abiturnote ausscheiden? Und sind die Abiturnoten aus allen Bundesländern vergleichbar?

Sollten die Verfassungsrichter ihren Gelsenkirchener Kollegen zustimmen, wird die Politik damit beauftragt, das Zulassungsverfahren zu ändern, was sicherlich viele Monate dauern wird, denn 16 Bundesländer müssen sich einigen und die Neuregelung muss ein Gesetzgebungsverfahren durchlaufen.