Besonderer Studiengang – Technologie der Kosmetika und Waschmittel

Die Technologie der Kosmetika und Waschmittel ist in ihren wissenschaftlichen und technologischen Inhalten als ingenieurwissenschaftliche Anwendung der Kolloidchemie anzusehen. Da Kosmetika und Waschmittel ihre Wirkung in Grenzflächen ausüben, werden in den theoretischen Aspekten primär die vielfältigen Grenzflächenphänomene bearbeitet. Im Zentrum der ingenieurwissenschaftlichen Anwendungen stehen daher die Nutzung dieser Phänomene für die Entwicklung und Herstellung marktgerechter Consumer-Products.

Besondere Bedeutung hat ferner die Rheologie und deren gezielte Einstellung. In diesen Teilbereichen ist die chemische Struktur und die damit verbundenen technischen Eigenschaften der in den Rezepturen eingesetzten Stoffe von großer Wichtigkeit.

Selbstverständlich müssen alle Teilaspekte in der Technologie der Kosmetika und Waschmittel mit verfahrenstechnischen Abläufen verknüpft werden, um das eigentliche Ziel, marktgerechte Produkte anzubieten, zu erreichen.

In der Berufspraxis sollen somit ingenieurmäßige Führungsaufgaben in Entwicklung, Planung, Produktion, Qualitätsmanagement und Vermarktung der Erzeugnisse und deren Rohstoffe übernommen werden. Die erfolgreiche Lösung planerischer und technischer Fragestellungen in der Wirtschaft erfordert häufig interdisziplinäres und teamorientiertes Arbeiten.